How To - Fantasy Geschichten entwickeln [1]

Mittlerweile habe ich einige Kurzgeschichten hier veröffentlicht und schon ein wenig Resonanz dafür erhalten, doch mein Herzblut fließt in eine andere Quelle: Fantasy Romane. Da ich mich sehr viel mit diesem Thema beschäftige, habe ich mir überlegt, einen kleinen Leitfaden darüber zu verfassen, wie man eine solche Geschichte entwickeln kann. Das ist natürlich kein "so und nicht anders",sondern lediglich meine Art das Thema anzugehen. 


Einleitung

Also, mit was fängt man bei einer Geschichte als erstes an; Dem Protagonisten, einer Nebenfigur, einem Plot, einem Drama, einer Landkarte, dem Titel?
Vollkommen egal. Wichtig ist, wie durchdacht alles im Einzelnen und harmonierend in der Gesamtheit ist.
Bei mir persönlich fängt meist alles mit einer Person an, die bevorzugt später Protagonist oder wichtige Nebenfigur wird. Aber das könnt ihr händeln, wie ihr wollt, wie es euch nunmal überkommt.  

Das Ganze werde ich an einem spontan erdachten Fallbeispiel erläutern.



Die Figur

Was wissen wir über die Figur? Das Allerwichtigste ist in meinen Augen zuerst einmal ihre Situation, der Umstand der dazu führt, dass man eine Geschichte über sie schreiben muss. Dann kommt natürlich das Gerüst: Name, Alter, Aussehen, Charakter. 

Die Figur ist männlich. Er wird von einem schockierenden Schicksal heimgesucht: Er weilt schon etliche Jahre unter den Lebenden, als sein Körper sich zu verändern beginnt. Er merkt es erst, als ein zarter Schmetterling sein Gleichgewicht verliert und stürzt. Seine Berührung verletzt Lebewesen! Und es wird täglich schlimmer. Hühner, Schafe, Kühe, immer größere Tiere leiden unter seinem Fluch. Anfangs versucht er sich noch darin, will seine Grenzen kennen, doch als sein kleiner Bruder in seinen Armen stirbt und er genau weiß. es war seine Schuld, verliert er den Boden unter den Füßen.
Wir nennen ihn Ceren. Er ist in der Blüte seines Lebens, hat wohl seinen 19. Namenstag bereits gefeiert. Er hat bräunliche Haut, rötliches kurzes Haar und schwarze Augen. Er ist ein Mensch. Immer war ein fröhlicher übermütiger und waghalsiger Junge, der stets seine Grenzen erforschen wollte, unmöglich erscheinende Aufgaben meistern und allen beweisen, wie geschickt er ist. Seinen kleinen Bruder hat er über alles geliebt und vor jedem Übel beschützt, wenn er ihn auch gern aufzog und auf die Probe stellte. Als er von seinen Fähigkeiten erfährt ist er zunächst fasziniert, später beunruhigt, was jedoch bald in blanke Angst umschlägt. Menschen sterben durch seine Berührung! Er versteht es nicht, will es nicht, will es los werden.   


1 Kommentar:

  1. Hi.
    Spannend!! Warte auf die Fortsetzung. Bitte so schnell, wie möglich ;-) .
    Weiter so.
    VG
    Ein Fan

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