How To - Fantasy Geschichten entwickeln [3]


Warum passiert das?

Hier werden Hintergründe, Gründe, eventuelle politische Zusammenhänge, erschaffen. Diese müssen nicht in der Geschichte vorkommen bzw. können mit der Zeit aufgedeckt werden. Aber wir sollten sie kennen und uns klar machen, damit wir die Geschichte planen und einschätzen können, damit wir wissen was in unserer Welt vorgeht und nicht einfach aufs gerade Wohl schreiben.

Warum dreht Ceren durch; weil sein Bruder durch seine Hand starb. Warum starb er; weil Ceren einen Fluch oder eine Gabe in sich trägt, die den Tode mit sich führt. Warum hat Ceren diese Fertigkeit? Tja, das müssen wir uns jetzt überlegen. In diesem Fall wohl der schwierigste Part.
Das Essen einer Frucht wäre zu einfach. Eine angeborene Veranlagung wäre zu klischeehaft, da sie auf das typische "Er ist der Auserwählte" hindeutet. Nein die Ursache liegt tiefer. Als Kind ist Ceren einst in den See gefallen und beinahe ertrunken. Eine mysteriöse Gestalt, ein Bewohner der Tiefen des Wassers, zog ihn immer tiefer, wollte ihn töten. Doch er tat es nicht. 
Diese Kreatur war ein Meeresbewohner, der seinen Weg in diesen See fand durch unterirdische Höhlengänge die Meer und See miteinander verbinden. Ein Geschöpf das entfernt an eine Meerjungfrau erinnert; halb Mensch halb Fisch. Der Volksmund nennt diese als Märchen geltenden Geschöpfe die Todgeweihten. Es heißt ihr Kuss könnte einen Mann in der Sekunde töten und selbst die mächtigsten Lebewesen dieser Welt tödlich verletzen. 
Einer dieser Todgeweihten schenkte Ceren seinen Kuss. Anstatt zu sterben jedoch übertrugen sich diese Fähigkeiten auf ihn und schlummerten in seinem Inneren, bis sie nach Jahren schließlich ausbrachen.



Was kommt danach?

Der erste Schritt zur Entwicklung der Geschichte, ja, dennoch sollten wir uns an diesem Punkt idealer Weise bereits bewusst sein, was davor alles passiert sein könnte, sowohl unseren Figuren als auch der Welt. Der Rest kommt mit der Zeit.

Der Tod sah aus wie ein Unfall und Ceren wird angerechnet, dass er zu helfen versuchte. Es wird eine Trauerfeier abgehalten bevor die Leiche dem Wasser entgültig übergeben wird, was in diesem Dorf jahrelanger Brauch ist. Stets wenn jemand Ceren berühren möchte, blockt dieser ab. Er verfällt immer mehr in Panik, erscheint als wäre er dem Wahnsinn verfallen, bis er das Weite sucht und aus dem Dorf fortrennt. Er will sich der Natur überlassen, soll er leben, wenn sie es will oder sterben. Doch auf seinem Irrweg durchs Leben trifft er auf einen derer, die sein Land terrorisieren. Eine bizarre Gestalt, die ihn zu fressen versucht, jedoch wehklagend scheitert. Cerens Berührung tötet auch dieses Wesen, das ihm vor seinem Ende noch offenbaren konnte, dass Cerens Dorf gerade überfallen wird. Ceren macht sich natürlich auf den Rückweg. 


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