mop Geschichtenliebe: How To - Meine Muse ist so unzuverlaessig!

How To - Meine Muse ist so unzuverlaessig!

Mein Kopf ist leer.
Ich finde keine Worte.
Finde keine Sätze.
Finde keinen Weg.
Was soll mein Prota tun?
Wohin soll er gehen?
Wen könnte er nur treffen?
Und wie formuliere ich das bloß?
Ich habe keine Idee!
Keinen Einfall!
Keine Inspriration!
Und meine Muse, die blöde Kuh, macht Urlaub im Nimmerland!

Diese oder ähnliche Momente und Phasen kennt jeder Schreiberling. Jeder hat sie oder hatte sie zumindest mal. Und wer hätte es gedacht: Keiner mag sie. Jeder will ihnen aus dem Weg gehen, sie umrunden, ignorieren oder einfach aussitzen. Einige behelfen sich mit Musik, Kaffee, der Natur; andere lassen sich von Filmen, anderen Büchern, Spielen oder dem Leben inspirieren. Mach einer schreibt einfach etwas komplett anderes, aks er eigentlich wollte, um seine Muse auszutricksen. Und wieder andere ignorieren diese Flaute einfach und widmen sich anderen Dingen, verdrängen das Nichts-Schaffen und warten, bis die Worte wieder fließen.



Was tun, wenn man nicht weiter weiß?

Ich denke, das trifft auf alle Bereiche des Lebens zu, wenn ich sage: Es gibt keine Geheimformel. Wie finde ich die große Liebe? Wie spreche ich am besten meinen Schwarm an? Wie finde ich den idealen Job? Das ganze Jahr für die Prüfung lernen oder erst 3 Tage vorher?
Niemand kann diese Fragen beantworten. Denn: Jeder Mensch ist anders. Und jeder Mensch hat seine eigene ganz persönliche beste Variante. Niemand kann euch sagen, was ihr tun müsst, um eine Schreibblockade zu überwinden. Das müssen wir alle für uns selbst heraus finden. Doch man kann Tipps geben, die funktionieren könnten. Immerhin geht probieren über studieren.



Was tue ich, wenn ich eine Schreibblockade habe?

Nichts.
Früher war ich der Typ, der das Ganze einfach ausgessesen hat. Dementsprechend langwirig waren/sind meine Schreibprozesse auch. Es hat einfach nichts gebracht, mich hin zu setzen und mir zu sagen "Du machst das jetzt!". Da passierte nämlich genau nichts. Die paar Sätze, die in solchen Situationen zustande kamen, waren so krumm, verkorkst und schlecht, dass ich sie drei Wochen später rigoros löschen und neu schreiben musste. Also habe ich es irgendwann ganz gelassen.
Erst seit ich jeden Sonntag einen Teil der interaktiven Geschichte online stelle - und auch immer Sonntags schreibe -, fehlen mir diese Probleme.



Schreiben muss man trainieren

Viele mögen das Schreiben als Hobby oder gar große Leidenschaft sehen - mich eingeschlossen -, doch mittlerweile habe ich erkannt (vielleicht geht das nicht jedem so, aber mir), dass es nicht nur das ist. Es ist auch Arbeit. Man muss sich darin üben. Sowohl um gut zu sein, als auch um Inspiration und Lust zu haben. Je öfter und regelmäßiger ich schrieb, desto leichter gingen mir die Worte von der Hand. Mittlerweile schreibe ich jeden Sonntag ohne Ausnahme und eine Blockade kenne ich nicht mehr. Natürlich stellt man sich hin und wieder die Frage, wie es denn nun weiter gehen könnte oder mit welchem Satz man am besten anfängt. Doch ds war's. Mehr ist da nicht mehr.

Natürlich ist es weder ein Erfolgsrezept, noch der Leitfaden zum Überwinden einer Schaffenskrise, doch wenn mich heute jemand fragen würde, wie er seine Blockade überwinden könnte, würde ich ihm genau eines antworten:
Schreib!
Denn auch wenn es einem am Anfang schwer fällt und die ersten Sätze während einer solchen Krise schrecklich werden könnten, je öfter und regelmäßiger man schreibt, desto leichter geht es einem von der Hand. Und aus dem Verstand. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen