Zwischen Faszination und Ragemode [Nerdwoche]









Nerdwoche Tag 1, Dienstag, 1. Dezember - Ein besonderer und ein besonders schrecklicher Moment den du mit Videospielen hattest

Hiermit leite ich meine persönliche Nerdwoche ein! Ich habe mir überlegt, ein Dezember Projekt daraus zu machen und schreibe den ersten Beitrag deswegen auch erst jetzt, Statt schon gestern. Mal sehen wie sich das Ganze entwickelt und was so dabei rauskommt. Ich hoffe, ihr habt alle Spaß daran, egal ob ihr "nur" lest oder selbst was dazu schreibt. Lasset die Nerdiness beginnen \*-*/ 





Lucky Moments

Jetzt wo ich so darüber nachdenke, finde ich es echt schwer, einen schönen oder besonderen Moment mit einem bestimmten Spiel zu finden. Klar, die gibt es, aber wie vitte soll ich mich denn nun entscheiden? Na, siehste, gar nicht so einfach! Wenn ich mal ganz ehrlich bin, gibt es zu viele dieser Momente und alleinstehend wirken sie auch eher unscheinbar. Erst die Masse lässt sie wirklich besonders wirken.

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Balmora, Morrowind; Bildquelle: iamacyborg.com
Wunderschöne Momente habe ich mit Videospielen immer dann, wenn ein Spiel mich begeistert, auf welche Art auch immer. Immerwieder staune ich über die immer realistischer werdende Grafik, die mittlerweile vorherscht. Ich weiß noch, wie hin und weg ich war, als ich in Skyrim das erste Mal den Mond und die Nordlichter bestaunt habe, ein Drache majestätisch über mich hinwegflog (bevor er mich töten wollte) oder ich einfach einen Berg erklomm, um von oben die Welt überschauen zu können. Vorallem da ich kurz zuvor noch den dritten Teil der Reihe Morrowind durchgespielt hatte. Der ist ja nun doch ein paar Jährchen älter und der grafische Unterschied ist einfach bombastisch.
Wobei mich auch dieser Teil sehr fasziniert hat, durch die Atmosphäre, die seine Welt ausgestrahlt. Zwar war die Grafik damals noch nicht so realistisch, doch bezaubern konnten die Spiele allemal. Die Welt und vorallem die Städte waren für mich so unglaublich charakteristisch, einzigartig und besonders, dass ich nicht nur einmal das Bedürfnis hatte, sie tatsächlich bereisen zu können. Wie gern würde ich durch die Gänge und Katakomben von Vivec schleichen, nur um mich im echten Leben genauso zu verlaufen, wie im Spiel. Durch die Straßen Balmoras ziehen, Tavernen erkunden, der Diebegilde beitreten und die Leute dort ausrauben, das wärs. Oder durch Ald'ruhn streifen, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, um mich vor dem fast allgegenwärtigen Sandsturm zu schützen. Diese Stadt hat mich immer fasziniert, allein schon dank ihrer Architektur, die sich so vollkommen von der anderer Städte unterscheidet.


http://vignette3.wikia.nocookie.net/deponia/images/6/65/Rufus_in_der_Klemme.jpg/revision/latest?cb=20131022154731&path-prefix=de
Rufus, Deponia; Bildquelle: deponia.wikia.com
Neben einer atemberaubenden Welt schätze ich auch Charaktere, in die man sich hineinversetzen kann bzw. die einen gut unterhalten können, sowie eine gute Story. Besonders gut bedient bin ich in diesen Punkten immer bei Spielen des Studios Deadalic. Games wie Deopnia oder die Harvey Spiele können mich immer wieder aufs Neue mit viel Witz und Charme bestechen. Ob das nun die etwas abgedrehten und chaotischen Charaktere sind ... man nennt ihn Rufuuuus ... oder die meiner Meinung nach gut durchdachten und liebevoll inszenierten Geschichten hinter diesen Chaoten. Diese Spiele machen einfach Spaß und bringen mich zum Lachen. Und wenn das nicht der Sinn und ds Ziel eines guten Games ist, dann weiß ich auch nicht.




Worst Case

Grafik aus Deponia
Den schrecklichsten Moment mit einem Videospiel hingegen habe ich immer dann, wenn ich einen Shooter starte. Ganz egal ob am PC oder auf einer Konsole. Ich bin inkompetent. Angefangen damit, dass ich offensichtlich zu blöd bin, mich des 2-Analog-Stick-Systems von Konsolenspielen zu bemächtigen. Warum? Ich kann nicht gehen. Die beste Vorraussetzung für ein Spiel ist die, beim Geradeausgehen an Briefkästen oder Baumstümpfen hängen zu bleiben. Das erfordert dann einige Übung, bis ich denen ausweichen kann. Wenn dann alles schon so gut anfängt, kann man sich ausmalen, wie das Ganze aussieht, wenn Gefahr für mich droht. Die Steuerung des Kopfes ist nicht gerade meine Stärke und endet in der Regel damit, dass ich ihn entweder zu langsam bewege oder über das Ziel hinaus schieße. Sehr hilfreich beim Zielen auf bewegliche Ziele.

Zu allem Übel ist es dann auch noch ein essentieller Bestandteil von Shootern, zu überleben. Ja, man ist nicht unsterblich. Für Leute wie mich sollte man vielleicht mal überlegen das einzuführen (auch wenn es dann langweilig wäre). Ich habe nämlich ein ganz besonderes Talent dazu, drauf zu gehen. Man glaubt es kaum, aber ein Gegner muss mich noch nicht einmal attackieren, damit ich tot umfalle. Nein, es reicht vollkommen aus, wenn er mich nur ansieht. Ich weiß nicht, ob meine Spielcharaktere spüren, wer gerade den Controller in Händen hält und deshalb lieber den Freitod wählen, anstatt sich die Schmach zu geben, unter meiner Führung zu kämpfen. Irgendetwas in der Art muss es wohl sein.

https://archive.org/download/outdemo_v2/outdemo_v2.png
Outlaws, Bildquelle: archive.org
Dieses Szenario habe ich mittlerweile an mehreren Spielen erprobt und festgestellt, dass es nicht am Spiel selbst liegt. Angefangen hat es bereits in meiner Kindheit mit einem Uraltspiel namens Outlaws, dem Shooter Ableger der Command & Conquer Reihe "Renegade" und den älteren Medal of Honor Teilen. Hat nicht funktioniert. Auch CoD ist kein sicherer Ort für mich. Die Borderlands hingegen überlebe ich nur, weil man es im Splittscreen spielen kann und mein Freund neben mir herläuft. An seinem Lieblingsspiel Quake Live habe ich mich übrigens auch mal versucht; Ich bin schon an der Steuerung verzweifelt. Jüngst versuche ich mich an Fallout 4, wo es im Endeffekt darauf hinausläuft, dass ich den Controller weiterreiche, sobald ich einen Gegner sehe; Wenn ich bis dahin nicht schon tot bin. Das einzige Spiel, das ich lebend durchspielen konnte, war Darkness II. Woran das aber lag, womöglich an den dämonischen Schlangen, die aus seinem Rücken brechen. Mit denen konnte ich umgehen...


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Die Nerdwoche der Anderen

Kommentare:

  1. Deinen Lucky Moment kann ich vollkommen nachvollziehen. Ich verliere mich gerne in den liebevoll gestalteten Spielwelten und renne manchmal einfach durch die Gegend, um mir die Landschaft anzuschauen. Ist es IRL draußen auch so schön? ;)
    Wie kann es in Fallout 4 nicht klappen aber in Skyrim oder Morrowind?

    Aber danke! Nachdem ich das Commonwealth in FO4 komplett erkundet habe, muss ich jetzt wieder Morrowind und Skyrim spielen! ;)

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    1. Das ist ganz einfach: Die Elder Scrolls Teile spiele ich am PC. Mit der Maus kann ich einfach besser umgehen. Da mein PC Fallout aber nicht packt, hatte ich dads auf der Konsole ausprobiert und das geht gar nicht...

      Na bitte gerne. Ich hab mir auch erstmal Oblivion zugelegt. Den Teil hatte ich bisher gepflegt ausgelassen, das wird nun geändert.

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