mop Geschichtenliebe: Men's Monday

Men's Monday

Filme Serien Männer


So gut wie jeder tut es, ob bewusst oder unbewusst. Wir sehen uns einen Film an, eine Serie, und dann ist da diese eine Figur - vielleicht auch mehrere - die uns irgendwie fasziniert. Wir fangen an zu schwärmen.
Inspiriert von einem Artikel von Frau Margarete will nun auch ich eine kleine - oder etwas größere? - Liste solcher fiktiver Figuren zusammenstellen, die mich auf die ein oder andere Art begeistern. Nur dass ich mich nicht rein auf Charaktere beschränken will, für die ich schwärme oder geschwärmt habe, sondern auch die fiesen Typen, die auf ihre Art 'ne coole Sau sind (jedoch absolut nicht chrushwürdig), mit rein nehmen möchte.



Achtung Spoiler!
Einige Filme und Serien werden hier auch inhaltlich angeschnitten und Geschehen des späteren Verlaufs erwähnt




Sam & Dean Winchester

Supernatural

Jared Padalecki & Jensen Ackles

Wenn wir schon von Crushes in Serien und dem Schwärmen für fiktive Figuren sprechen, komme ich meinerseits - und da geht es mir wohl nicht alleine so - um die Winchester Brüder einfach nicht herum. Sie sind cool, stark, totally badass, halten (meistens) zusammen und haben Charakter; Ecken und Kanten, Macken, (schlechte) Gewohnheiten, Freuden und Leiden. Kurz: Sie sind menschlich.
Interessant ist an der Stelle eher, wie sich meine Vorliebe im Laufe der Zeit von Sam weg und hin zu Dean entwickelt hat. Das mag zum Einen an der schrecklichen Entwicklung liegen, die Sam durchgemacht hat, während Dean auf seine Art immer der selbe liebenswerte Machoarsch geblieben ist. Zum Anderen aber auch an meinem Alter. Als ich mit der Serie anfing, war ich zarte dreizehn Jahre - glaube ich, +-1. Genau das Alter in dem man - zu meiner Zeit - größtenteils auf süße langhaarige Surferboys (wie die Bravo es liebevoll nannte *würg*) stand. Sam entsprach dem schon ganz gut, während Dean hingegen kein bisschen in das Schema passte und dementsprechend auf mich eher unsympathisch und irgendwie zu alt wirkte (wiederhole: Ich war ~13).
Heute aber stehe ich ganz klar für Team Dean. Mit dem Alter hat sich wohl auch der Männergeschmack verändert. Sie müssen nicht mehr naiv sein und treudoofe Blicke haben, um zu gefallen, sondern dürfen jetzt auch ein (etwas) erwachseneres Aussehen und Auftreten haben.




Jakob

Twilight-Saga

Taylor Lautner

Und wenn wir schon von Teams und der naiven pubertären Phase reden, können wir auch einen Zwischenstop bei der Twilight-Saga machen. Ich muss dazu sagen, dass ich nur 2/4 Filmen kenne, die Schauspieler alle schrecklich fand - ja gut, Taylor stand damals auf der Liste, ist aber lange her - und mich daher ein wenig mehr auf die Bücher beziehe. But goddamnit #TeamJakob! Edward war mir schon immer etwas suspekt und unsympathisch, auch wenn die Geschichte (und Bella) viele schöne Momente mit ihm hatte, was ich ihm absolut nicht absprechen kann. Doch Jake war einfach immer der coolere von beiden und der, mit dem man lieber abhängen wollte. Außerdem hatte ich nie wirklich eine Glitzerphase und Wölfe waren schon immer faszinierend.



Patrick Jane

The Mentalist

Simon Baker

Der Mentalist zählt zu den wenigen Protagonisten, die mich eingangs beinahe veranlasst hätten, ihre Serie abzubrechen. Seine überhebliche Art fand ich unendlich nervend und ich habe ihn regelrecht gehasst. Genau solange bis man mehr von ihm, seinen Beweggründen und seiner Vergangenheit erfährt. Bis man anfängt, ihn für seine Eigenheiten lieb zu gewinnen. Aus dem anfänglichen Hass entstand im Laufe der ersten Staffel eine schiere Bewunderung (auch für die schauspielerische Leistung der Rolle) und vielleicht sogar ein kleiner Crush. Er ist aber auch putzig, in seiner Unbeholfenheit und eigentlich auch ziemlich cool, wenn er die Gedanken der Leute an ihrer Mimik und Gestik erkennt.



Sherlock Holmes

Sherlock (Serie des BBC)

Benedikt Cumberbatch

Sherlock Holmes ist ein Unikat. Egal in welcher Verfilmung. Doch die britische Fernsehserie setzt der Figur die Krone auf. Mit dieser grundunsympathischen Rolle konnte ich anfangs ebenso wenig anfangen, wie mit Jane. Ich wollte nicht einmal die erste Folge zu Ende sehen. Es war mir einfach zu viel. Er ging mir einfach nur gehörig auf die Nerven. Aber - Applaus - ich habe durchgehalten. Keine Ahnung wie. Und ich habe mich sogar überwunden, die nächste Folge zu starten. Auch hier, keine Ahnung wie. Im Nachhinein bin ich froh über meine Willensstärke *hust*. Wirklich froh. Die Serie ist einfach nur genial und Sherlock wuchs mir recht bald richtig ans Herz, der kleine Soziopath mit seiner antisozialen Menschenkenntnis. Keine Ahnung von Gefühl, Emotion und wann es angebracht wäre, nichts zu sagen, aber das Frühstück anhand der Falten des linken Ärmels ablesen.

 

Übrigens nicht nur Sherlock, sondern auch die meisten anderen Figuren der Serie üben eine gewisse Faszination auf mich aus. Characterdesign liegt den Leuten auf jeden Fall. So habe ich zum Beispiel Watson spätestens in dem Moment liebgewonnen, da er vom gegenüberliegenden Gebäude aus Sherlocks Widersacher durchs Fenster erschoss. Und Moriarty mag ich sowieso. Der Typ ist so gut geschauspielert. So unglaublich gut - ein Herz für Antagonisten. Ich mag seine kranke Art alles als Spiel zu sehen und das Leben nur wenig bis gar nicht ernst zu nehmen. Ein toller und sympathischer Gegenspieler.



Ip Man

Ip Man Filme

Donnie Yen


Der Mann der Bruce Lee in Wing Tsun unterrichtete, gehört definitiv in diese Liste. Ich bin ein großer Fan asiatischer Kampfkunst (Filme) und habe daher die Ip Man Reihe geradezu verschlungen. Zum Einen beruhen die Filme auf einer (der künstlerischen Freiheit unterworfenen) wahren Begebenheit, was den Protagonisten für mich nur umso greifbarer macht. Zum Anderen sind die Kampfszenen einfach nur spannend und Ip Man selbst in Technik und Selbstbeherrschung sehr faszinierend, fast schon bewundernswert. Auf mich wirkt die Figur sehr wirklich und menschlich und ist zudem gut geschauspielert. Man kann mit ihm mitfiebern, sein Leben, Leiden und Kämpfen verfolgen und ist doch immer wieder erstaunt über seine (teils sehr selbstlosen) Handlungen und Entscheidungen.



Tyrion Lannister

Game of Thrones

Peter Dinklage


Womit wir bei den Anti-Crushes angekommen wären. Tyrion ist kein Typ, in den man sich verliebt. Aber einer, mit dem man mitfiebert, den man mag. Und ich oute mich hiermit: Tyrion Lannister ist mit Abstand mein liebster männlicher Game of Thrones-Charakter. Denn obwohl ihm das Leben schwer zusetzt, immer und immer wieder, seit seiner Geburt, zehrt er nicht an diesen Wunden, sondern übergeht sie mit zynischem schwarzen Humor der Extraklasse. Bei mir sorgt er immer wieder aufs Neue für Schmunzeln und Schadenfreude - man erinnere sich an den tragischen Tod des Tywin Lannister. Immer wenn Tyrion ein Schicksalsschlag ereilt, kann ich mit ihm leiden und Kekse futternd auf Besserung hoffen. Und das macht gute Charaktere für mich aus.



Der Joker

Batman the Dark Knight

Heath Ledger


Der Letzte im Bunde und auch einer, den ich im Leben nicht als Crush bezeichnen würde - wer würde einen Psychopathen schon ertragen, geschweige denn überleben -, ist der Joker. In meinem Fall aus der Filmversion The Dark Knight. Er verdient seinen Platz in dieser Liste, weil die schauspielerische Leistung dahinter, in meinen Augen, einfach ihr Maximum erreicht hat und sein Wahnsinn ihn schon beinahe liebenswert macht, auf eine ganz verquere kranke Weise. Mit ihm macht einfach jede Szene Spaß. So:
Why so serious?

Kommentare:

  1. Schöner Post, aber TEAM JAKOB?! Ich bin enttäuscht! :D

    AntwortenLöschen
  2. Ich lache gerade mehr als ich sollte :'D
    I am so so sorry (but not sorry), aber Edward ist mir so kackenunsympathisch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Waaas? Der Stalkertyp über 100, der seine Noch-Nicht-Freundin beim Schlafen beobachtet, war dir unsympathisch? Kann ich gar nicht verstehen! xD (Traurig, aber wahr, ich fand Edward während meiner Twilight-Phase besser, Jakob war mir zu langweilig.)

      Löschen
    2. Meine Twilight Phase war mit 12! Da war mir das noch unheimlich ok. Mit 14 später war Akkarin ja dann auch super <3

      Löschen
    3. Same here. :D Wobei Sonea zu Akkarin immerhin nicht in diesem "Warum hat dich noch keiner zur Therapie angemeldet? Deinen Eltern sollte man dafür das Sorgerecht entziehen!"-Abhängigkeitsverhältnis stand wie Bella zu Edward. xD Rückblickend war das wirklick creepy as fuck.

      Löschen
    4. Oh ja! Oh ja oh ja oh ja! Allein deswegen hab ich die Beziehung nie verstanden.
      Gut Sonea und Akkarin war auch in mancher Hinsicht creepy, aber das konnt ich noch gut finden. Bei Bella versteh ich irgendwie nicht, was sie an Edward findet, obwohl man sagen muss, die beiden sind ja fast für einander geschaffen.

      Löschen
  3. Hey Rhukii
    Ich kann deinen Beitrag genau so unterschreiben! Supernatural habe ich zum ersten Mal auch mit ca. 13 oder 14 Jahren gesehen und fand Sam einfach total hinreissend! Aber nach ein paar Staffeln fand ich Dean immer cooler und jetzt, gut fünf Jahre später, bin ich ein totales Dean-Girl. Ich schaue die Serie gerade zum zweiten Mal, bzw. habe ich Staffel 1-5 bereits drei oder vier Mal gesehen :D Gestern habe ich Staffel 7 begonnen und Dean wird mit jeder Staffel schöner. Hach <3 Ab Staffel 10 wird es dann komplett Neuland für mich sein, da ich in dieser Staffel nur ein oder zwei Folgen geschaut und danach meine Rewatch gestartet habe.

    Auch bei Team Jacob bin ich völlig deiner Meinung! Ich fand damals Werwölfe so viel faszinierenden als Vampire und fand Edward immer zu arrogant. Deshalb mochte ich New Moon und Eclipse immer am meisten, weil Jacob dann so viel vorkam :D
    Bei Sherlock und Tyrion bin ich auch voll und ganz auf deiner Seite. Mit Tyrion fiebert man einfach mit und will dass es ihm gut geht, aber einen Crush hat man nicht wirklich auf ihn.
    Liebe Grüsse
    Julia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Julia,
      es ist ja schon etwas erleichternd, wenn man mit solchen Vorlieben und Entwicklungen nicht alleine dasteht :D Ich bin aktuell mit Staffel 10 durch und warte noch, dass die 11 auf deutsch rauskommt bzw überhaupt zu uns kommt, da ich nämlich die Boxen kaufe.

      Oh doch, Vampire haben schon eine besondere Faszination für mich. Aber die Twilight Vampire fand ich zu sehr... verniedlicht? Man merkt ihnen einfach an, dass es eine Teenie Geschichte ist, alles etwas verharmlost. Die Werwölfe sind davon einfach nicht so sehr betroffen. Und ja Jacob ist auch einfach sympathischer ^^'
      Aber Tyrion muss man trotzdem irgendwie liebhaben :D

      Löschen