Women's Wednesday

Frauen Serien Filme Kill Bill


Nachdem wir uns bereits über die Männerwelt der Filmlandschaft unterhalten haben, wird es jetzt Zeit, die Bühne für die Frauen zu räumen. Keine Crushes hier. Vielleicht weil ich zu wählerisch bin.


Alice

Resident Evil Filme

Mila Jovovich


Kaum eine Frau hat mich in Filmen je so fasziniert, wie Alice. Ich mag ihr etwas unnahbares Auftreten und die Kräfte, die man ihr angeheimst hat beziehungsweise wie sie damit - und ihrem ihr auferlegten Schicksal - umgeht. Und ich mag Mila Jovovich. Obwohl ich nicht viel von dem Rubel um Sternchen und Personen des öffentlichen Lebens halte, hätte ich mit ihr eine Antwort auf die Frage meiner Lieblingsschauspielerin. Eine perfekte Mischung. 
Außerdem bin ich der Meinung, dass niemand der die brennenden Krähen (https://youtu.be/FAyuGyUbfbI) gesehen hat, Alice ihre überragende Badassigkeit absprechen kann. Such power. That badass. 
Würde mich jemand fragen, warum man die Resi-Filme gesehen haben muss, würde ich nicht etwa antworten: "Die Story ist geil." (Was dennoch stimmt) oder "Weil es die Umbrella Corp ist, weil es Resi ist, weil Film zum Spiel der ausnahmsweise gut ist." (Auch wenn es inhaltlich große Abweichungen gibt) oder: "Zombies!!1!" (Überzeugendes Argument). Nein, ich würde mit Mila Jovovich in einer unglaublich coolen und gut umgesetzten Rolle und einer tollen Protagonistin argumentieren. Ich würde wohl etwas sagen wie: "Weil Alice der Hammer ist und den Film allein schon sehenswert macht." Ok, vielleicht hat das doch Tendenzen einen leichten Crush erahnen zu lassen. 



Theresa Lisbon

The Mentalist

Robin Tunney


Neben Abby von NCIS die einzige weibliche Figur einer "klassischen" Ermittler/Polizei-Serie, die ich als erwähnenswert erachte. Was auch daran liegt, dass ich diese Art Serien eigentlich überhaupt nicht mag. Sie sind mir in der Regel zu ähnlich, zu berechenbar, zu immer gleich über die einzelnen Folgen hinweg. Doch warum nun Lisbon? Vielleicht weil sie so gut mit Jane harmoniert, einen Ausgleich, ein Gegengewicht, eine Art Ruhepol zu seinem Charakter darstellt. 
Ich könnte an dieser Stelle sagen, Lisbon sei eine starke und unabhängige Frauenfigur (was wohl auch stimmt), doch das ist mir ein zu feministisches (nichts gegen Feministen!) und mittlerweile ausgelutschtes Argument, um für eine weibliche Film/Buch/Spielefigur zu sein. Das ist nicht der Punkt. Eine Figur (egal ob Mann, Frau, irgendwas dazwischen, alt oder jung) muss nicht stark und unanhängig sein, um eine starke Figur in der Geschichte darzustellen und meine Anerkennung zu gewinnen. Das ist zum Beispiel auch das ausschlaggebendste (und nahezu einzige) Argument, das ich an Katniss Everdeen sehe, um sie als tolle fiktive Figur zu beleuchten - weshalb ich sie auch nicht in die Liste mit aufnehme. Doch das nur am Rande, ich schweife ab. 
Fakt ist (um zum Thema zurück zu gelangen): Ich mag Lisbon. Sie ist eine tolle Figur. Sie ist immer da. Jedes Mal wenn Jane Scheiße baut, schreit er nach ihr - niemandem sonst - und sie ist gerne da. Wie gesagt, ergänzen sich die beiden einfach toll und würde einer von ihnen fehlen, wäre die Serie nicht die selbe.



Mary Watson

Sherlock (Serie des BBC)

Amanda Abbington


Neben den Männern der Serie hat mich vorallem Mary sehr fasziniert. Sie ist nicht nur auf ihre ganz eigene Art eine sehr schöne Frau mit einer tollen positiven Ausstrahlung (habt ihr ihr Lächeln gesehen?), nein sie ist in meinen Augen zudem noch sehr charakterstark. Mal ehrlich. Watson und seinen Drang zu Dramatik und Gefahr auszuhalten, das gut zu heißen und (!) zu unterstützen, ist eine Sache. Dann aber auch noch mit Sherlocks verquerer Art klarzukommen, ihn zu mögen und den beiden in ihrer fast eheartigen Freundschaftskrise auszuhelfen, etwas ganz anderes. Die meisten von uns wären wohl mit einem dieser beiden Chaoten schon überfordert. Allein das macht Mary bereits zu einer tollen sympathischen Figur. Der Plottwist den sie dann noch durchmacht, setzt dem Ganzen nur noch eins oben drauf. Wie ich schon sagte: Die Leute verstehen was von Charakterdesign. 



Arya Stark / Daenarys Targaryen

Game of Thrones

Maisie Williams / Emilia Clarke


An dieser Stelle muss ich anmerken, dass ich von Serie nur wenige Folgen der ersten Staffel kenne - was ich noch nachholen werde - und mich daher mehr auf die Bücher beziehe, die in Handlung und Charakterauftreten doch etwas abweichen. 
Game of Thrones hat viele Charaktere. Vielleicht zu viele. In jedem Fall ist aber für jeden ein passender dabei. Darunter auch viele geniale Figuren, die ich regelrecht feiere. Vertreter der Cersei-Fanbase werden mir das vielleicht übel nehmen, aber sie zählt trotz ihrer guten und interessanten Entwicklung, nicht zu meinen weiblichen Favoriten. Ebenso wenig Sansa. 
Wer es mir von Anfang an angetan hat, war Daenarys. Sie muss ein hartes Schicksal erleiden, zuerst zwangsverheiratet und dabei vergewaltigt zu werden und dann ihren doch irgendwie lieb gewonnenen Ehemann und sein ungeborenes Kind zu verlieren. Das alles dann noch mehr oder weniger ihrem fast hasswürdigen Bruder geschuldet, der sie aus Selbstsucht und Machtgier selbst an Drogo "verkauft" und damit alles losgetreten hat. Und das alles im zarten Alter von Vierzehn Jahren. Doch sie steht über alledem, wächst daran und erlangt selbst Macht, die einer Frau in einem solchen (mittelalterlich angehauchten) Setting wenig zugetraut oder gar gegönnt wird. Zwar mag Daenarys an manchen Stellen, in manchen Situationen dennoch sehr kindlich naiv sein, doch das stört mich wenig. Denn im Grunde ist sie noch ein Kind und muss dementsprechend irgendwo eine gewisse fehlende Reife und Erfahrung aufweisen. Das macht sie nur greifbarer und wirklicher. 

Arya hingegen verfolge ich erst gefasst, seit sie ihren Wolf Nymeria in den Wald jagen musste. Seither erfährt sie eine Ungerechtigkeit nach der anderen und rutscht in die unmöglichsten gefährlichen Situationen. Die Art wie sie mit alledem umgeht, sich ihrem Umfeld präsentiert und anpasst und an geistiger Stärke wächst, hat mir zunehmend gefallen. Das Abenteuer das sie erlebt und die Leute, die sie dabei mehr oder minder freiwillig begleitet, haben einen gewissen Nervenkitzel. Und ich habe ihre gesamte Reise durch Westeros über darauf gewartet, dass Nymeria aus dem Wald springt, ihr zu Hilfe eilt und es ein freudiges Widersehen gibt. Mach das! Schreib irgendjemand eine Fanfiction darüber. Bitte. 



Freddy Lounds

Hannibal

Lara Jean Chorostecki

Nachdem diese Liste etwas kürzer ausgefallen ist, möchte ich sie mit einer meiner absoluten Hassfrauen enden. Über diese Figur lässt sich in jedem Fall streiten, vorallem über ihre Wirkung innerhalb und für die Geschichte und ob man sie nun gut finden sollte. Sie hat unbestreitbar gutes Potenzial auch eine Vorbild- und Vorreiterfigur zu sein. Mich jedoch nervt sie einfach nur. So viel Schrecklichkeit kann ich daher nicht unerwähnt lassen. Denn ich für meinen Teil bekomme ein mordlustiges Kribbeln in den Fingern, jedes Mal wenn sie über den Bildschirm flimmert. Freddy. Lounds. Wie viel geballte Dreistigkeit und Unprofessionalität (darüber lässt sich wojl streiten) kann man in einer Journalistenfigur vereinen? Sie ist das Paradebeispiel. Immer zur Stelle, um zu nerven. Immer da, um irgendwas kaputt zu machen, einen unangebrachten Artikel zu schreiben, der jemanden in die Scheiße reitet. Just don't. 

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