Rettet den Wald

Review Botanicula


Ein Spiel von Daedalic Entertainment, die uns schon mit Edna bricht aus, Harveys neue Augen und Deponia erfreut haben. Erhältlich ist es derzeit auf Steam, der offiziellen Webseite als digitale Version und im Einzelhandel vor eurer Tür. Dabei kostet es meist zwischen 15€ und 20€. Wenn ihr aber geduldige Steamnutzer seid, könnt ihr es vielleicht für deutlich weniger bei einem Sale ergattern.







In Botanicula spielt man eine Truppe kleiner Baumbewohner, die ihren Lebensraum retten wollen. Zum Grüppchen gehören eine Haselnuss, ein Zweig, ein Pilz, ein Federkopf und ein großer Fruchtkern. Jede der Figuren bringt ihre eigenen Fähigkeiten bzw. Vorteile ins Spiel.
Wovor wollen sie ihren Baum eigentlich schützen? 
Vor einer Horde riesiger schwarzer Spinnen, die den Baum mit ihrem Gift infizieren und krank machen. Dazu muss der Spieler immer wieder kleine Rätsel lösen, um an Hindernissen vorbeizukommen oder für die anderen Baumbewohner spezielle Gegenstände zu sammeln. Dabei erzählen einem die Bewohner immer wieder ihre Erlebnisse mit den Spinnen oder andere Geschichten, wodurch man einen besseren Einblick in die Geschehnisse bekommt. Die Geschichten werden aber natürlich nicht mit Worten erzählt, sondern durch Animationen, die das Geschehen zeigen.






Das Spiel ist 2dimensional und in verschiedene Bilder unterteilt. Möchte man sich im Spiel bewegen, klickt man am Rand auf einen der Pfeile zum nächsten Arial und findet sich in einem neuen Bild wieder. Beim Bildwechsel läuft die kleine Truppe vergnügt über Äste und Blätter, um dorthin zu gelangen, wo der Spieler hin wollte.
Ansonsten ist das Spiel in einem comichaften Stil gehalten. So wirklich real wirkt nichts, aber das muss es ja auch nicht. Liebevoll gestaltet, ist es allemal. 
Ladezeiten gibt es auch, die sind aber sehr kurz und gut zu ertragen. Dabei wird ein schwarzer Bildschirm gezeigt, auf dem Die kleine Gruppe vorbei hüpft (siehe oben). 


Wir sind gerade an ein Point-and-Klick Game geraten, das heißt die Steuerung ist sehr einfach. Ihr müsst nämlich nur zwei Dinge tun: Pointen und Klicken. Wenn ihr mit der Maus etwas im Bild anklickt, interagiert ihr damit. Und zwar mit fast allem. Ihr könnt blätter anklicken, die anschließend abfallen. Oder ein Tierchen kommt unter ihnen hervor, wer weiss. Löcher in Ästen, Pilze, die Bewohner des Baumes, Bienenstöcke. Es gibt fast nichts womit man nicht ineragieren kann. 
Auf die Art löst ihr auch eure Rätsel. Lasst Wassertropfen auf Pflanzen, um diese wachsen zu lassen und euch somit eine Brücke zu schaffen. Lasst einen nervigen Kläffer, der euch den Weg versperrt, einfach in die Luft fliegen. Sucht in einem Dorf nach versteckten Dingen und erfahrt mehr über seine Einwohner. An Ideen hat es Machern eindeutig nicht gemangelt.  


Ein schönes Spiel für zwischendurch, nichts womit man den Winter überdauern kann, aber zumindest die Langeweile an einem verregneten Sonntag. Es ist liebevoll gestalten und birgt nette wie traurige - auf jeden Fall spannende - kleine Geschichten. Die Steuerung ist sehr simpel, des Rätsels Lösung dafür manchmal umso kniffliger. Damit regt es auf liebevolle und spielerische Weise die grauen Zellen an. Für Kinder ist es in jedem Fall geeignet, wenn sie keine Angst vor Spinnen haben.





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