mop Geschichtenliebe: Zwei Brüder auf Monsterjagd

Zwei Brüder auf Monsterjagd

Review Supernatural


Fanservice!
Man muss zugeben, diese Serie versucht natürlich mit ihren nicht übel aussehenden Protagonisten, das weibliche Publikum an sich zu binden und es funktioniert auch. Und doch kommt man nicht umhin, das Genre und die Geschichte ins Licht zu rücken, denn die sind nicht gerade das Bild des "typischen Mädchen Klischee Films". Geister, Monster, Tote, Blut und Morde sind ihr Job. Denn Sam und Dean sind (Geister)Jäger.


Ein Feuer im Kinderzimmer

Die Geschichte beginnt in früher Kindheit. Dean ist noch ein Junge, Sam gerade 6 Monate alt, als es passiert. Die Mutter der beiden kommt bei einem Brand ums Leben. Jedoch keinem gewöhnlichen Brand. Etwas stand an Sams Kinderbett, es überwältigte die Mutter Mary mit übersinnlichen Kräften; Sie hing an der Decke, Blut tropfte aus ihrem Leib auf das Baby hinab und in dem Moment da Vater John in den Raum stürmt und seine Frau erblickt, geht deren Körper in Flammen auf. Flammen die alles verzehren und mit sich nehmen. Die Drei können sich gerade so aus dem Haus retten. Und damit beginnt die Geschichte.

Zugegeben etwas theatralisch, doch das tut der Serie keinen Abbruch. Bei einem solchen Thema wage ich fast zu behaupten, dass Euphemismus förderlich für Geschichte und deren Wirkung ist.

Jahre später holt Dean seinen kleinen Bruder aus der Uni, mit den Worten "Dad ist verschwunden, er ist auf der Jagd". Tage später stirbt Sams Freundin auf die selbe Weise, wie Mary einst und die Reise beginnt von neuem. Die beiden hatten sich Jahre nicht gesehen, kaum etwas miteinander zu tun gehabt und doch vertrauen sie sich blind, wenn es um dieses eine Thema geht. Denn seit Marys Tod, hat John sein Leben der Jagd nach übernatürlichen Wesen, Geistern und Monstern gewidmet, um zu verhindert, dass sie Menschen schaden können. Und natürlich sinnt er nach Rache und sucht das Ding, das Mary auf dem Gewissen hat. 



Monsterjagd und Geschwisterliebe

Nicht nur die für die Zeit (2005) wahnsinnig genial - furchteinflößend, abschreckend, widerwärtig und gruselig - und Szene gesetzten Monster und deren Geschichten, machen die Quintessenz dieser Serie aus. Hinter jedem Wesen, das die beiden jagen, gibt es eine Geschichte. Ein unaufgeklärter Mord und der rastlose Geist des Opfers. Ein Indianer der dem Kannibalismus verfiel und über Jahre zu einem übermenschlichen Jäger mutierte. Die wahr gewordene Legende der Bloody Mary. Ein dem menschlichen Willen unterworfener Sensenmann. Nahezu jeder Fall bringt einen Blick in die Vergangenheit mit sich. Der Ideenreichtum hinter all diesen Wesen und die Kulturen und Religionen aus denen sie stammen, sind wahnsinnig vielfältig.
Auch aber macht natürlich die zwischenmenschliche Beziehung der Brüder und deren aussichtlose Suche nach ihrem Dad einen großen Teil des Wesens aus, das in der Geschichte steckt. Die Schnitzeljagd auf die John die beiden schickt, um ihn zu finden, Jobs zu erledigen, voranzukommen und doch nie anzukommen, ist spannend und nervenaufreibend zugleich. Immerwieder scheinen sie dem Vater so nahe zu sein und doch ist er nicht da. Und dann ist da noch diese geschwisterliche Fürsorge, die über allem liegt. Ewig nicht gesehen und doch in blindem Vertrauen dem anderen folgen. Sich gegenseitig Streiche spielen, wie kleine Kinder. Sich streiten wegen nichts und doch so viel. In den Figuren steckt sehr viel Menschlichkeit, viele reale und nachvollziehbare Probleme und Gefühle. Mehr als einmal steht man an dem Punkt, da Sam und Dean gegeneinander argumentieren und man nicht weiß, bin ich für den einen oder anderen. Die Charaktere sind gut durchdacht und mit viel Liebe ins Leben gerufen.

Da gibt es den Studenten, der seine Freundin verloren hat, an der er noch immer so sehr hängt, von deren Tod er Alpträume bekommt und der noch immer der Vorzeigestreber zu sein scheint, nur ab jetzt nicht mehr auf dem Campus sondern unter den Jägern. Und dann ist da Dean, der Weiberheld, der Spieler. Er verdient sein Geld mit Glücksspiel und Kreditkartenbetrug, liebt die Frauen und gutes Essen. Man erwischt ihn immer bei genau zwei Dingen: Frauen angraben oder mit vollem Mund Futternd. Auf jeder Fahrt läuft ACDC, Metallica oder Led Zeppelin. Unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein. Und das ist gut so.

Kommentare:

  1. Einen Super Geschmack hast du. Supernatural muss man einfach lieben! Und wie du schon sagtest, die Serie ist sowohl für Mädchen wie auch für Jungs. Mein Freund hat mir diese Serie gezeigt, auch wenn ich schon vorher von ihr gehört hatte, mich aber nie wirklich dazu bringen konnte es mal anzufangen. Es ist spannend, fesselnd und liebenswürdig. Ein MUSS für Serien Junkies, wie ich finde. Du hast die Serie übrigens sehr gut erfasst, nicht zu viel Verraten und doch neugierig machen- das muss gelernt sein ;D.

    Ach, wenn du auf sowas stehst, hier noch ein paar Tipps: Fringe, Death Note, Eureka (nicht die Anime Fassung)... schau da auch mal rein. Lohnt sich!

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  2. Interessante Auffassung, das ist nämlich nicht gelernt, sondern aus dem Ärmel geschüttelt :D Aber danke für das liebe Kompliment und die Tipps :3

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