mop Geschichtenliebe: Da werden Erinnerungen wach

Da werden Erinnerungen wach

Kindheit Serien


Ich habe schon länger darüber nachgedacht, einen Beitrag über meine liebsten Kinderheitsserien zu schreiben. Alles was ich mochte, was damals cool war und woran ich mich gerne zurück erinnere. Da kommt mir nun die (Serien)Blogparade von Frau Margarete zum Thema "Kindheitserinnerungen" gerade recht. Lange wusste ich nicht, wie ich anfangen und was ich alles einbringen soll. Gerade aber kam mir der Geistesblitz, den ich gebraucht habe. Denn meine Fernseh-/Seriengewohnheiten und vorallem Vorlieben waren schon als Kind etwas eigen. Los geht's!


Comic

Nichts geht über Comics. Du kannst alles sein, alles tun und alles ist möglich. Zumindest hatte ich als Kind dieses Gefühl immer, wenn ich mir Comicsendungen angesehen habe. Besonders fasziniert haben mich dabei jene, die zum Thema das alltägliche Leben eines Kindes oder Teenagers hatten und daraus etwas ganz besonderes machten. Schulhof, Pause? Beste Zeit ever! Wochenende? Jackpot! Ferien? Alter Schwede!

Die besten Serien meiner Kindheit?
Disneys Große Pause. Ich mein, was gab es besseres? Die Serie hatte alles, was sie brauchte: Eine Gruppe Freunde im Schulalltag, die sich so vollkommen voneinander unterschieden und dennoch blendend verstanden. Einen Streichespieler, das Sportass, die Draufgängerin, das zurückhaltende Moppelchen und die überintelektuelle Streberin. Dazu die immer böse und gemeine Lehrerin und ihre Petze. Einen Schulhofkönig. Cliquen, Gangs, böse Kindergarten-Indianer-Kinder. Da kommt nie Langeweile auf.

Die Wochenendkids, die aus jedem öden Wochenende die reinste Rummeltour gemacht haben, einfach weil sie Spaß zusammen hatten.

Typisch Andy. Streichekönig schlechthin. Wie oft kann man eine ganze Stadt gegen sich aufhetzen, weil der letzte Streich ein wenig übertrieben war? Verdammt oft. Vom Saboutieren einer Schulaufführung zu Ungunsten des Rektors, der dabei zum Kinderfresser wird, bis hin zu Unruhen in der ganzen Stadt, durch ein misslungenes SOS-Lichtzeichen, das am dunklen Wolkenhimmel wie ein monströser Kopf aussieht, ist alles dabei.

Oft hört man ja die Worte "früher war alles besser", gerade von der etwas älteren Generation. Früher gabs noch kein Fernsehen den ganzen Tag! Da waren die Kinder noch drausen zum Spielen! Mecker mecker mecker. Spaß beiseite. Gerade was das Thema Fernsehprogramm angeht, erwische ich mich immer öfter dabei, genau diese Haltung einzunehmen. Ich mein, wir (90er Kinder) hatten so großartige Serien damals. Disneys Große Pause mocht ich immer schon gern, Tom und Jerry liefen damals rauf und runter, die Sendung mit der Maus war mega. Und wir hatten Alfred. Alfred! Warum bin ich so fröhlich, so fröhlich, so fröhlich...*sing* Und heute? Ich trau mich kaum mehr meinen alten Stammsender SuperRTL einzuschalten, ohne dabei Angst zu haben von volksverdummenden Tierchen mit assozialen Neigungen angesprungen zu werden. Eine Zeit lang liefen da Serien in denen Furz-/Rülpswettbewerbe veranstaltet wurden. Und das sollte dann Unterhaltungsfaktor und am besten noch pädagogischen Wert haben? Nein danke.
Doch so sehr und gerne ich mich über das heutige Programm aufregen kann, komm ich nicht umhin, zuzugeben, dass es doch noch immer gute und unterhaltsame Sendungen gibt. Wenn ich mal nichts zu tun habe und einfach etwas auf dem Sofa sitzen möchte, bin ich z.B. sehr froh, wenn dabei Phineas und Ferb läuft, weil ich die beiden mit ihren Erfindungen und Freundschaftsgedöns einfach nur toll finde.   



Anime

Wie alt war ich, als ich mit Anime angefangen hatte? Neun Jahre. Mein bester Freund damals war total vernarrt in eine Serie. Immer wenn ich bei ihm war, musste um Punkt Anfang auf dem Sofa gesessen sein und RTl II laufen. Ja damals liefen auf RTL II noch Anime und zwar richtig viele. Perfekt passend von kurz nach Eins (Schulende) bis ca. 5 Uhr. Da weisste bescheid, wie die Nachmittage ausgesehen haben. Ja und diese Serie damals war Inu Yasha. Es dauerte nicht lange, bis sie auch zu meiner Lieblingsserie wurde und ich begann sie zu suchten.

Meine liebsten Kindheitsanime:
Inu Yasha. Der leicht reizbare (nach außen hin) etwas arrogante Halbdämon brauchte nicht lange, um es einem anzutun. Auch die Tatsache, dass die weibliche Hauptfigur Kagome durch einen verzauberten Brunnen ins mittelalterliche Japan stürzt und die beiden dort gemeinsamen ihre gefährlichen und spannenden Abenteuer bestreiten, gibt der Sendung einen ganz eigenen Charme. Für mich war das damals etwas Besonderes und Spezielles. Wer konnte schon einfach so in einen Brunnen hüpfen und in einer anderen Zeit wieder rausklettern? Gerade die Folgen, die im heutigen (die Serie spielt 1996) Japan spielen und den vollkommen deplazierten Inu Yasha durch die Stadt lotsen, waren immer sehr amüsant.

Sailor Moon. Ja ich war ein Mädchen der Kraft des Mondes. Flieg und sieg! Es dauerte folglich nicht lange, bis ich anfing, alle möglichen Anime im Nachmittagsprogramm zu gucken und die meisten von ihnen zogen mich in ihren Bann. Sailor Moon hatte mich mit seiner Mädchenpower-MagicalGirl Thematik schon immer sehr fasziniert. Zwar habe ich es auch mit diversen anderen Serien der Art, wie Jeanne die Kamikazediebin, Card Captor Sakura (sehr geile Idee dahinter), Pretty Cure oder DoReMi versucht, aber irgendwie war das alles nicht Bunny. Bunny war schon sehr knuffig mit ihrer schwarzen Katze Luna.

Yu-Gi-Oh! Glaub an das Herz der Karten! Mehr gibt es dazu kaum zu sagen. Naja doch. Trading Card Games sind super. Wer hat nicht auf dem Schulhof mit den Karten gezockt und Duelle ausgefochten? Die Serien dazu sind oft eher lahm. Yu-Gi-Oh! hingegen ist sogar sehr tiefgreifend. Zumindest die ersten Staffeln, die sich auch tatsächlich noch um Yugi drehen. Mittlerweile wurden dem Ganzen schon soviele Buchstabenerweiterungen und unmögliche Charaktere angehängt, dass allein der Name schon keinen Spaß mehr macht. Aber das ist eine andere Geschichte. Wir reden von der Originalserie, in der es noch darum ging, böse Menschen zu bestrafen (das wurde in Deutschland nie ausgestrahlt), die ägyptischen Artefakte zu sammeln und den Pharaoh zurück in seine Heimat zu schicken. Das alles begleitet von einem (im Urkern) grandiosen Kartenspiel. Alter waren wir damals cool, wenn wir 'ne Duelldisk hatten. *Räusper*

Pokemon, komm schnapp sie dir! Meine Mutter hält mir noch heute vor, dass ich sie als Kind ins Kino gezerrt habe, um einen der ersten Pokemon Filme sehen zu können. Vergeudete Lebenszeit nennt sie das. Inzwischen ist auch Pokemon bei mehr Staffeln angekommen, als man an zwei Händen abzählen kann und sie haben diverse Edelstein und Farbnamen bekommen. Man kanns übertreiben, ist richtig, aber - ganz großes fettes ABER - es funktioniert. Noch heute werden die Manga gekauft, die Serie angesehen und die Spiele sind so erfolgreicht wie eh und je. Also egal wie sehr wir uns darüber eschaffieren wollen, dass das alles nur noch reine Geldmache ist, kommen wir nicht umhin zuzugeben, dass auch wir womöglich immernoch die neuesten Editionen zocken und hin und wieder mal im TV einschalten. Pokemon ist ja einer der letzten Anime die noch im deutschen Fernsehen laufen. Zu vernüftigen Zeiten. Pro7Maxx hat ja glücklicher Weise auch wieder damit angefangen.

Und Anime heute? Die Stile haben sich geändert. Man bevorzugt andere Themen, greift vielleicht sogar auf Originalfassungen zurück, weil vieles nicht auf deutsch übrsetzt wird, aber eines wird immer gleich bleiben: Anime sind weltklasse. Nichts hat mich in meiner Lebenslaufbahn so stark beeinflusst, geprägt und so lange begleitet, wie der japanische Comic. Wenn jemand zu mir sagen würde, Anime und Manga sind ab heute in Deutschland verboten, weil Volksverhetzung oder so (frag mich nicht xD), dann würde meine Welt wahrscheinlich zusammenbrechen. Und die Regierung hätte einiges zu konfiszieren...



Reallife

Reelle Serien mit Schauspielern oder ähnliche haben mich als Kind nicht so sehr interessiert. Ich fand sie schlichtweg etwas langweilig. Dennoch gab es ein paar, die ich gerne eingeschalten habe. Wissenssendungen zum Beispiel. Das Google meiner Kindheit. Willi wills wissen, und Kikas Wissen macht Ah waren unheimlich toll. Genauso wie die Sendung mit der Maus oder Löwenzahn. Sehr süß gemacht, sehr auf Kinder eingehend, gut erklärt und einfach wahnsinnig informativ. Selbst als Erwachsener kann man da noch was dazu lernen, manchmal.

Was auch keinesfalls zu verachten war, waren Spieleshows. Wer erinnert sich nicht an 1, 2 oder 3 und daran, wie man eifrig mit gebrüllt hat, welche Antwort die richtige sein muss. Sie muss einfach! Oder der Super Toy Club mit seinen unglaublichen tollen Minigames. Jeder von uns, wirklich jeder, wollte damals durch diesen Toys'R'Us am Ende laufen und alles einpacken dürfen, was geht. Fakt.


1 Kommentar:

  1. Hey, vielen Dank für deinen Beitrag :) Er ist jetzt auch in der Übersicht eingetragen.
    Und vor allem Danke für die Erinnerung an viele tolle Serien. Vor allem die Comicserien: Wochenendkids, Typisch Andy & Große Pause - die fand ich auch total super und hatte ich schon fast wieder vergessen. Ich mochte die besonders, weil die Figuren menschlich waren und man sich da besser reinversetzen konnte, als zB bei der Gummibärenbande und Co ;)

    Aber auch die Spieleshows die du ansprichst, mochte ich auch. Ich wollte natürlich auch immer so gerne beim Super Toy Club mitmachen und am Ende durch den Spielzeugladen rennen und meinen Einkaufswagen füllen! Dann gab es noch eine Quizshow für Kinder, ich glaube sie hieß Q-Boot, da habe ich sogar mit Freunden trainiert, um teilzunehmen und wir haben uns auch beworben, wurden aber nie eingeladen :(

    AntwortenLöschen