Es gibt keine Drachen 2.0

Review zu Elder Scrolls V Skyrim
Review zu Elder Scrolls V Skyrim

Der 11.11.11 war ein magischer Tag für viele von uns. Ein lang ersehntes Spiel kam auf den Markt und bereicherte unseren Gameplay Horizont. Die Grafik war für damalige Verhältnisse überragend. Das Konzept lange schon geliebt und die Feinheiten verbessert. Die Welt ein Manifest der Idylle. Wir liebten und genossen es durch Himmelsrands Wälder zu streifen, seine Berge zu erklimmen, seine Höhlen und Ruinen zu erforschen. Wir zogen los um Abenteurer zu sein und kehrten als Helden zurück. So viele Banditen hatten wir zur Strecke gebracht, Vampirnester ausgeräuchert und Drachen erschlagen.
Nicht ganz so magisch aber von einigen doch heiß erwartet war nun der 28.10.16. Das Datum sieht bei weitem nicht so schön aus und der Moment kann niemals den Zauber jenes schicksalhaften Tages erreichen. Und doch war er etwas Besonderes. Die Wiedergeburt des Drachenblutes. Fünf Jahre nach Release brachte Bethesda die Skyrim Special Edition heraus. Ein Version des Spiels die nichts besser kann. Ein paar Grafikaufbesserungen, ein paar komprimierte Soundfiles die wiederum für Qualitätseinbußen sorgen und ein paar vorimplementierte Community Mods, sowie die Möglichkeit endlich auch auf der Konsole Mods zu installieren.

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Dennoch nahm ich diesen Tag zum Anlass, wieder mit dem Spiel anzufangen. Lange war es her, dass ich über Himmelsrands Straßen schritt. Nicht ohne Grund. Die Controllersteuerung an der Playse fand ich immer mühsam. Mit dem Bogen konnte ich kaum zielen und beim Kämpfen drückte ich die Controllsticks immer so energisch, dass mein Held zwischen Stand und Hocke, zwischen first person und third person wechselte wie blöde. Kurzum: Ich bin ein Controllerkrüppel oder nett gesagt ein PC Kind. Dieser Umstand nahm mir mehr Spielspaß, als er sollte. Nun aber lernen die Drachen meine Maus und Tastatur Künste kennen. Haha!

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Da es langsam nur noch wenig Sinn macht, über Skyrim zu schwärmen - das tue ich an jeder Ecke und es gibt nichts Neues mehr zu erzählen -, werden wir uns heute mit meinen Spielgewohnheiten beschäftigen. Die Special Edition bringt für mich einiges an Neuerungen. Nicht nur die viel angenehmere Steuerung mit Maus und Tastatur. Da ich das Spiel bisher nur auf der PS3 besaß und nun aber eine Steamversion davon habe, eröffnet sich mir zum ersten Mal das Tor der Modderwelt.
Nette kleine Spielerei mag man denken. Schon in Sims Teilen neigte ich oft dazu, Mods und vor allem Grafikerweiterungen beziehungsweise Kleidung und Frisuren in mein Spiel einzubauen. Die Modder Community der Bethesda Spiele - das gilt auch für Fallout - ist aber ein ganz eigenes Kaliber. Von Bug fixes und Aufhübschungen über Charaktermodifizierung der NPCs bis hin zu eigenen Spielabschnitten, Kartenteilen und Quest Reihen ist alles dabei, was das Spielerherz begehrt. Bisher habe ich mich nur grob durch die Fülle an Mods gearbeitet und schon da einen Haufen interessanter Dinge gefunden, die ich meinem Spiel antun muss.

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Angefangen bei NPCs die realistischer auf Interaktion reagieren und somit beispielsweise weglaufen, wenn sie erkennen, dass ihr Gegner sie töten würde. Außerdem ein paar Erweiterungen der Craftingmöglichkeiten in der Schmiede und der Skilltrees. Ich bin gespannt, was ich noch alles finde werde. Außerdem eröffnet sich mir nun erstmals die Welt der Addons, da ich diese für die Playse nie erworben hatte. Mein erstes Erlebnis damit: Ein halb von Vampiren ausgemerztes Falkenring. Als die liebe Hekabe mich aufklärte, dass man dank Dawnguard nun von Vampiren verfolgt wird, war es für Lod und ein paar andere bereits zu spät. Dafür kann ich mich nun der Dämmerwacht anschließen und den Blutsaugern in den Arsch treten! Vorausgesetzt ich schaffe es jemals dahin und bleibe auf dem Weg nicht an zehn Höhlen und x neuen Quests hängen. Nun.

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Vor einer ganzen Weile schrieb ich bereits schon einmal einen Beitrag über den fünften Teil der Elder Scrolls Reihe - den ich nun aber löschen und in zwei neue aufteilen werde. In den Kommentaren zu diesem Artikel wurde ich von einem Leser nach meinem Spielstil und meinem Maincharacter gefragt, also dachte ich mir, könnte ich tatsächlich einfach einmal darüber sprechen.



Mein Main

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Mein Maincharacter hat sich während meiner Zeit mit Morrowind entwickelt und auch mit Oblivion und Skyrim habe ich ihn einfach beibehalten. Somit ist die erste Figur, die ich in einem TES erstelle, stets ein Khajiit. Da es seit Oblivion keine geschlechterbedingten Nachteile (Tragekapazität und Kondition) mehr gibt, ist es mittlerweile eine Sie. Sie ist eine Diebin, die auf leichte Rüstung und Einhandwaffen geht. Daher wird sie zu allererst auf Lockpicking und Crouching geskillt. Taschendiebstahl ist eine Fertigkeit, die ich selten bis gar nicht nutze, selbst dann wenn ich der Diebesgilde beitrete, weswegen ich sie meist auch nicht skille. Womit auch das geklärt wäre: Meine Khajiit tritt früher oder später der Diebesgilde bei.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass mir die Diebesgilde in Himmelsrand kaum noch zusagt. Sie sind nur noch ein Haufen verlumpter Gauner, die ihren Einfluss verloren haben. Und mit ihrem Einfluss ist auch die Ehre flöten gegangen, sollten sie jemals eine gehabt haben. Diese "Organisation" ist in Morrowind deutlich besser organisiert.
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Da ich diesmal mit einer anderen Figur gestartet habe, haben wir noch nicht sonderlich viel Zeit miteinander verbracht. Dennoch habe ich schon einige Vorhaben für sie geplant. Die junge Dame auf den Bildern hört auf den Namen S'kasha Anjari. Bisher trägt sie eine lumpige Lederrüstung, doch ich denke, da wird sich noch etwas passenderes finden. Der Köcher auf ihrem Rücken ist nur für Notfälle (Drachen) und Ausnahmezustände gedacht. Tatsächlich kämpft sie mit zwei Einhandwaffen. Aktuell spiele ich mit dem Gedanken an zwei Dolche, wegen dem recht niedrigen Schaden kommt aber vielleicht doch ein Schwert dazu.
In jedem Fall wird sie der Diebesgilde beitreten, doch da wird sie nicht auf ewig bleiben. Mir ist zu Ohren gekommen, dass die gute S'kasha eine hervorragende Assassine ist und gerne der Bruderschaft angehören möchte. Weil sie aber die Quest mit den ungewöhnlichen Steinen abschließen will, muss sie sich vorher mit den Kanalratten gutstellen.

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In diesem Durchlauf habe ich beschlossen, mehr als einen Charakter spielen zu wollen und mehrere Spielstile auszuprobieren. Damagedealer und Tanks sind Stile, die ich selten spiele, da ich meist wenig Spaß daran habe. Dennoch habe ich mir vorgenommen, einen Rothwardonen zu erstellen, der wahrscheinlich einen Zweihänder führen und eventuell eine zufällige Lebens verändernde Begegnung mit einem Werwolf haben wird. Außerdem möchte ich einen Dunmer (Dunkelelf) spielen, der sich hauptsächlich mit Magie beschäftigt und unglücklicher Weise von einem Vampir gebissen wird, sowie einen Argonier, für den ich noch keine Pläne habe - vielleicht wollt ihr ja über ihn bestimmen?
Mit meiner Khajiit habe ich zwar bereits begonnen, doch der erste und bisher meistgespielte Charakter war diesmal ein anderer. Sie hat spitze Ohren und einen trüben Blick und entfernt sich recht weit von meinem bisherigen Spielstil.

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Die Bosmerin

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Richtig gelesen, ich habe eine Bosmerin (Waldelf). Eine Rasse die ich offengesagt noch nie gespielt habe. Könnte vielleicht daran liegen, dass ich von den Khajiit geradezu besessen bin. Das liegt nicht nur daran, dass sie Katzen sind. Nein, ich mag auch ihre Kultur und ihre Art mit anderen zu interagieren. Außerdem feiere ich den Akzent ihrer Synchro. Doch genug davon. Lasst mich euch meine Bosmer vorstellen. Vorweg sei gesagt, dass ich mich nicht mit Bosmer Namen beschäftigt habe und meist einfach etwas nehme, das mir gerade einfällt und gefällt.

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Ihr Name ist Araniya val Heyhn. Hauptsächlich spiele ich sie auf Distanz mit Pfeil und Bogen, was mir erstaunlich viel Spaß macht, wenngleich es manchmal sehr frustrierend sein kann. Spätestens dann, wenn einem die Pfeile ausgehen. Mittlerweile habe ich mir angewohnt, Pfeile bei Händlern zu kaufen, so haben die auch gleich etwas mehr Geld, um mir meinen unnützen Loot abzukaufen - das, wenn wir mal ehrlich sind, sowieso nie reicht.
Sollte es mal hart auf hart kommen, liegen im Schnellzugriff ein Einhandschwert sowie ein Dolch (fragt mich nicht warum der Dolch). Ebenfalls etwas unlogisch und einzig deswegen gewählt, um mal etwas Neues auszuprobieren, ist die schwere Rüstung, die sie trägt. Diese irrsinnige Entscheidung habe ich jedoch selbst recht schnell erkannt und meiner armen Bosmerin bald leichte Rüstung zugestanden. Wobei sie in Zwergenkluft sehr bedrohlich aussah. Da Schüsse aus der Hocke heraus gerne mal doppelten Schaden bringen, wird auch sie wieder auf Schleichen geskillt, neben Schießkunst, Schwerer Rüstung, Redegewandtheit und Schmieden.

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Als erstes wird sie wohl der Dämmerwacht beitreten. Ob und wenn ja welche andere Vereinigung folgt, weiß ich noch nicht sicher. Vielleicht die Bruderschaft? Oder ich versuche es mal Spaßes halber mit den Sturmmänteln. Wobei, nein, vergesst das wieder. Mit dem Bürgerkrieg haben wir nicht viel am Hut. Da werd ich mich wohl mit einem anderen Charakter einmischen.
Nachdem ich bereirs zahlreiche unglückilche Waisenkinder getroffen habe, wird sie außerdem eine Großfamilien-Adoptivmutter werden müssen. Ich mein, wir können die armen Kinder doch nicht ihrem Schicksal überlassen. Wenn ich so darüber nachdenke, werde ich viele Häuser brauchen, um die Kleinen alle unterzubringen.
Als Heim für dieses Vorhaben habe ich mir Honigheim ausgesucht. Ich weiß, es gibt schönere und größere Häuser. Aber ich mag Rifton und nach Falkenring kann ja immernoch mein Rothwardon, die Khajiit oder der Argonier ziehen - ja, Hekabe ich sehe dich an.
Außerdem bin ich aktuell mit Rayya unterwegs, der Huscarl die man als Thane von Falkenring bekommt. Sie ist mir im Moment deutlich lieber als Lydia mit ihrem "Was?!". Einzig das Husten fängt an mir auf den Nerv zu gehen. Aber jeder hat ja so seine Macken, nü.

Wie spielt ihr am liebsten? Welches Volk, welcher Stil? Wem tretet ihr bei?

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Review/Rezension zu Elder Scrolls V Skyrim

Kommentare:

  1. Danke für den schönen Text! Ich habe mittlerweile nur noch wenig Zeit für solch schöne Spiele, da macht es Spaß, von deinen Erfahrungen zu lesen.
    Außerdem geht es mir ganz ähnlich wie dir: Maus und Tastatur liegen mir deutlich besser :D

    Beste Grüße
    Peter von 100woerter.de

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    1. Freut mich, dass dir mein Text gefällt und ich dir ein Stück Gaminggefühl geben konnte.
      Ich frage mich immernoch, wie Leute mit einem Controller zielen können. Man munkelt, es gebe Menschen, die damit Shooter spielen und auch noch echt gut sind.

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