Der auszog, den Frieden zu brechen

Review zum Manga Übel Blatt
Stell dir vor, du lebst in einem Königreich das vom Krieg zerrüttet war, doch von tapferen Helden gerettet wurde. Stell dir vor, durch ihr selbstloses Handeln ist dein Leben nun ein besseres. Stell dir vor, du verdankst ihnen sogar dein Leben und das deiner Familie. Und nun stell dir vor, alles woran du geglaubt hast, ist eine Lüge.

Der junge Keinzell möchte unbedingt die Grenze passieren und die sieben Helden treffen. Um das zu bewerkstelligen, versucht er sich auf einem Handelskarren versteckt, durch die Kontrollen zu schmuggeln, was jedoch bitter schief läuft. Gemeinsam mit der kleinen Piepsi, die er vor den Wachen rettete und einem Mann namens Wid, der widerum den beiden Kindern aus der Patsche half, versucht er nun einen anderen Weg zu finden.
Mit Hilfe einer Schlepperbande, die illegal und für Geld Menschen über die Grenzen schafft, versuchen sie ihr Glück. Doch die Männer der Grenzkontrolle kommen ihnen auch hier in die Quere. Es kommt zu Ausschreitungen und Toten. Spätestens jetzt verstehen Keinzells Gefährten-wieder-Willen, dass er kein gewöhnlicher Junge ist, erst recht keiner der für die Sieben schwärmt. Stattdessen macht er deutlich, dass er gegen eben jene Helden die den Frieden im Land wahren, sein Schwert erheben will.

Review zum Manga Übel Blatt

Da Kazé mir Rezensionsexemplare von Übel Blatt zur Verfügung stellte, konnte ich mich nun an Band 1 und 0 erfreuen. Richtig gelesen Band 0. Ohne mir viel dabei zu denken, fing ich mit eben diesem an. Als ich dann zum eigentlichen ersten Band griff, wurde mir schnell klar, dass Band 0 wichtige Hintergrundinformationen und Vorgeschichte enthält, die ich mir somit vorweg nahm. Das ist zwar nicht weiter schlimm, weil es die spätere Spannung nicht rausnimmt. Jedoch blieben und bleiben mir dadurch einige Aha Momente aus, da ich nun bereits weiß, worum es geht.
Hiermit also vorweg eine kleine Warnung oder besser gesagt ein Tipp an euch: Wenn ihr Übel Blatt lesen wollt, fangt im besten Fall nicht mit dem ominösen nullten Band an. Eine kleine Recherche riet mir und damit euch, diesen Teil in etwa ab Band 8 zu lesen. Wenn es euch aber nicht stört, dieses Wissen bereits vorher zu haben, auch gut. Beide Teile funktionieren in jedem Fall hervorragend als Einstieg in die Geschichte.

Außerdem sei gesagt, dass der Manga nichts für sanfte Geister ist. Die Themen Brutalität, Tod und Sexualität werden hier sehr freizügig behandelt und dargestellt. In manchen Szenen dient eine Frau lediglich als Sexobjekt ohne irgendwelchen Nutzen für die Handlung, was zum einen Feministen stören könnte und zum anderen ein etwas verkorkstes Bild von Sexualität vermittelt - das man vorallem in jungen Jahren nicht braucht.
Auch an Gewalt und Blut, sowie selbstsüchtigen Absichten dieses zu vergießen wird nicht gespart. Stattdessen werden wir mit massig Action, spannenden Kämpfen und einer sehr dystopischen Stimmung konfrontiert, die üble Gestalten und Machenschaften bedingt. Band 1 ist daher auch einfoliert und mit einem Aufkleber mit einer Empfehlung ab 16 Jahren versehen.

Inhaltlich ist der Einstig in diese Geschichte und auch die Welt sehr gut gelungen. Wir befinden uns in Saalandien, dem besagten Königreich, das ganz der Fantasy Manier getreu eine mittelalterlich anmutende Gesellschaft wiederspiegelt. Mit Keinzell hat die Geschichte außerdem einen hervorragenden Protagonisten. Er erinnert anfangs - besonders in Band 0 - ein wenig an Kenshin Himura. Warum? Beide haben legendäre kriegerische Fähigkeiten, geben sich aber nach außen hin recht naiv und sehen noch dazu sehr jung, fast wie Kinder aus. Diese Parallelen sind mir sehr sympathisch, da Kenshin eine meiner liebsten Mangafiguren ist.  
Um den Jungen ranken sich - wenn man sich das mit Band 0 nicht vorweg nimmt - einige Mysterien. Die Fragen warum er in so jungen Jahren ein so starker Kämpfer ist, was für seltsame Kräfte er besitzt und warum er sein Schwert gegen die sieben Helden erheben will, sorgen für ausreichend Spannung und Motivation zum Weiterlesen. Mit seinen Kräften und den Spitzen Ohren kommt außerdem schnell die Erkenntnis auf, dass er kein Mensch sein kann. Doch was ist er?
Review/Rezension zum Manga Übel Blatt

Kommentare:

  1. Jetzt weiß ich was ich mit 16 lesen werde... :).Schöne Review

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    1. Freut mich, wenn ich ihn dir schmackmaft machen konnte :3 Ich bin auch schon gespannt, wie es weiter geht

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