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Serienmarathon
Die Moral vom Fressen

2019 ist ein Jahr, in dem sich viel verändert hat - für mich - und es ist ein Jahr, in dem ich mich zu absolut nichts aufraffen konnte, das aktives Handeln erfordert. Somit ist es ein Jahr, in dem ich vornehmlich Serien gesuchtet habe, statt zu lesen oder zu zeichnen oder zu schreiben - geschweige denn zu bloggen. Viele Serien. Daher gibt es mit diesem Serienmarathon nun einen kurzen und knappen Einblick in jede der Serien die als Prokrastinationsmittel herhalten mussten und natürlich meine Einschätzung dieser. Also, let's go.

Review / Rezension - Tokyo Ghoul, Tokyo Ghoul :Re, Tokyo Ghoul Root A


Tokyo Ghoul

Tokyo Ghoul war für mich ein Zweitversuch. Schon vor Jahren habe ich mich durch einige Kapitel des Manga gekämpft und es war, seltsam. Einserseits fand ich Idee, Handlung und Charaktere sehr interessant und spannend, andererseits war mir die Umsetzung schlichtweg zu anstrengend. Es hat mich wortwörtlich ermüdet, Panel um Panel, Seite um Seite anzustarren. Irgendetwas war einfach nicht richtig. Weil mich der Plot aber dennoch nie wirklich loslassen wollte, habe ich mich dieses am Anime versucht und eine zumindest befriediegendere Erfahrung gemacht.



Handlung 

Review / Rezension - Tokyo Ghoul, Tokyo Ghoul :Re, Tokyo Ghoul Root AIm modernen heutigen Japan lebt Kaneki Ken das gewöhnliche Leben eines Studenten, bis er in eine Welt hineingezogen wird, die still und heimlich neben der Seinen existiert. Er geht auf ein Date mit dem Mädchen für das er schon lange schwärmt, doch statt eines romantischen Abends beschert ihm ihr Treffen ein Blutbad. Die junge Frau nämlich ist ein Ghoul und Kaneki hat sie als ihr Abendessen auserkoren. Nur dank eines Zwischenfalls und dem überstürzten Handeln eines Arztes kommt er mit dem Leben davon, jedoch nicht seinem Leben. Bald schon muss Kaneki feststellen, dass Lebensmittel ihn anwidern, seinen Magen aufwühlen und er seinen Hunger nicht mehr stillen kann. Er lebt nun als Ghoul oder vielmehr als Halbghoul und muss in einer ihm völlig fremden und gefährlichen Welt überleben.



Das Problem mit Fortsetzungen 

Zwar hatte ich eingangs tatsächlich viel Freude mit Tokyo Ghoul, doch hielt diese leider nicht ansatzweise so lange an wie erhofft. Kaneki und einige der Nebenfiguren sind durchaus gut geschriebene und interessante Charaktere, deren Werdegang und Abenteuer man gerne verfolgt, allein schon ob der Absurdität dieser Schattengesellschaft in der sie sich bewegen.
Doch, und darauf wurde ich vorgewarnt,  die Handlung nimmt nahezu lächerliche Wendungen an. Drei Staffeln sind nicht unbedingt ungewöhnlich for einen Anime. Jedoch drei Staffeln die so überhaupt nichts miteinander gemein haben und sich teilweise wiedersprechen, sieht man - zum Glück) seltener.


Review / Rezension - Tokyo Ghoul, Tokyo Ghoul :Re, Tokyo Ghoul Root AStaffel eins befasst sich mit Kanekis Verwandlung, seinem neuen Leben, seinem Aufblühen. Wie in vielen Shonen macht er den normalen Werdegang des Helden durch: Vom Niemand zu jemand sehr Bekanntem. Die Underdog Geschichte ist zwar nicht neu, nicht innovativ und bietet mittlerweile nur noch wenig Platz für eigene Ideen, aber sie macht zumindest immer wieder Spaß.





Review / Rezension - Tokyo Ghoul, Tokyo Ghoul :Re, Tokyo Ghoul Root A
Staffel zwei hingegen bringt eine Organisation ins Spiel, die, zu einem Zeitpunkt zu dem Kaneki vollauf kampffähig ist, seine Freunde ins Visier nimmt und den Frieden in seinem Bezirk stört. Genaugenommen muss er es sogar mit zwei Organisationen aufnehmen. Das Absurde hieran ist, dass er ein absolut abwegiges Handeln an den Tag legt und seine Gedankengänge anders als in Staffel eins nicht mehr beschrieben werden. Man sitzt also vor dem Bildschirm mit einem resting "what the actual fuck" auf der Stirn.


Review / Rezension - Tokyo Ghoul, Tokyo Ghoul :Re, Tokyo Ghoul Root AStaffel drei letztendlich springt gänzlich aus dem Konzept und zerstört für mein persönliches Gefühl die Lore vollkommen. Die gesamte Staffel wird nun nicht mehr aus Sicht der Ghule beschrieben, sondern der der Ermittler und Einsatzteams die zuvor eingesetzt wurden, um den Schaden der Ghule einzudämmen. Ok.
Das Ermittlungsteam das Zentrum und Handlungspunkt der Staffel ist, besteht aus genmodifizierten Menschen mit Ghul ähnlichen Kräften und Fähigkeiten sowie Waffen die aus Ghulen hergestellt werden. Aha.
Mitglied dieses Team ist, wer hätte es nicht schon lange vermutet, Kaneki. Unser Freiheitskämpfer und Vermittler zwischen den Rassen, Kaneki, hat eine Amnesie erlitten, einen neuen Namen erhalten und ermittelt nun, in dem Glauben er sei modifiziert, gegen seine eigenen Freunde. Danke nein.

Versteht mich nicht falsch. Ich habe schon schlechtere Anime gesehen, schlechtere Manga gelesen, schlechtere Plotstränge mitbekommen. Die Ausarbeitung ist noch irgendwo brauchbar und die Auflösung erträglich. Aber zwischen den Staffeln passieren Sprünge und Erzählstiländerungen, die es nicht nur schwierig sondern sogar unangenehm machen, der Handlung zu folgen.

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